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DEWIA - Infos zur Pflege

Infos zur Pflege

Pflegebedürftig zu sein oder zu werden, ändert das ganze Leben. Sowohl für Sie als Betroffener, als auch für die Angehörigen. Sei es bei Eintritt einer Pflegebedürftigkeit von Geburt an oder auch im Laufe des Lebens - es kann jeden treffen.

Die vormals intakte Welt gerät aus den Fugen und man weiß nicht, wo man neben den psychischen Belastungen überhaupt anfangen soll. Viele Menschen entscheiden sich deshalb spontan, die Pflege eines hilfebedürftigen Menschen zu Hause zu verrichten - nicht selten rund um die Uhr.

Dabei ist es wichtig zu wissen, wo man welche Unterstützung erhalten kann. Sei es Hilfe bei der Bewältigung der Pflege eines Angehörigen oder auch die Inanspruchnahme von Kurzzeit- oder Verhinderungspflege. Selbst barrierefreie Umbau des Wohnraumes kann dann ein wichtiges Thema werden.

Wo erhalte ich welche Hilfe?

Zunächst einmal ist es für pflegende Angehörige sehr wichtig, wenn auch nicht einfach, neben allen Emotionen, rationell zu denken. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, die einem anfänglich nicht bewusst oder bekannt sind.

Eine erste Anlaufstelle kann hier die zuständige Kranken- bzw. Pflegekasse sein. Hier erhalten Sie in der Regel Informationen, welche Leistungen für Sie in Frage kommen. Wichtig ist zu beachten - für nahezu alle Leistungen ist es notwendig, einen Antrag zu stellen. Dieser kann zunächst formlos erfolgen. Weitere Antragsformulare übersendet in der Regel Ihre zuständige Krankenkasse.

Neben den Kranken- und Pflegekassen, können die meist landesweit angebotenen Pflegestützpunkte eine Anlaufstelle sein. Hier erhalten Sie Unterstützung zu allen Fragen, Hilfe bei der Antragsstellung und ausreichendes Informationsmaterial individuell auf Ihre Bedürfnisse angepasst. Nicht selten sind Pflegestützpunkte in den Kommunen angesiedelt, dies ist je nach Bundeland unterschiedlich.

Wie erhalte ich eine Pflegstufe bzw. Leistungen aus der Pflege?

Zunächst empfehlen wir, nehmen Sie Kontakt zu Ihrer zuständigen Kranken- bzw. Pflegekasse auf. Hier erhalten Sie in der Regel Informationen, welche Leistungen für Sie in Frage kommen. Nocheinmal, wichtig ist zu beachten - für nahezu alle Leistungen ist es notwendig, einen Antrag zu stellen. Dieser kann zunächst formlos erfolgen. Weitere Antragsformulare übersendet in der Regel Ihre zuständige Krankenkasse.

Nach Eingang des Antrags erfolgt seitens der Pflegekasse die Beauftragung des MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen). Dieser prüft, inwiefern Pflegebedürftigkeit vorliegt. Ist dann eine Pflegebedürftigkeit festgestellt und der Betroffene in eine Pflegestufe eingestuft worden ist der erste Schritt erfolgt.
Zur Einstufung in einPflegestufe unterscheidet man zwischen grundpflegerischem (z.B. Hilfe bei der Körperhygiene, anziehen usw.) und hauswirtschaftlichem (HIlfe be Einkäufen, Wäsche waschen usw.) Hilfebedarf.

In der Regel reicht es nach erfolgter Einstufung in eine Pflegstufe aus, sich zu entscheiden, ob Sie sich für die Zahlung eines Pflegegeldes (Geldleistung, wenn eine nichtverwandte Pflegeperson pflegt), die Zahlung von einer sogenannten Sachleistung (Sachleistung, wenn die Pflege über z.B. einen Pflegedienst erfolgt) oder, je nach Pflegestufe, einer Kombinationsleistung aus beidem entscheiden. Dies kann interessant sein, wenn der pflegende Angehörige nicht dauerhaft alleine pflegen kann oder will.

Mit der Einstufung in eine Pflegestufe haben die Betroffenen nun Anspruch auf zum Beispiel Verhinderungspflege. Die Verhinderungspflege ist eine Leistung der Pflegekasse die gezahlt wird, wenn die nicht verwandte Pflegeperson aus verschiedenen Gründen wie z.B. Krankheit oder Urlaub, an der Pflege "verhindert" ist. Dies kann stundenweise (z.B. zur Entlastung der Pflegeperson) oder tageweise (z.B. bei Urlaub der Pflegeperson) beantragt werden. Ähnlich ist es bei der Kurzzeitpflege. Ein Unterschied zur Verhinderungspflege ist, dass die Kurzzeitpflege nicht in der häuslichen Umgebung des Pflegebedürftigen erbracht wird, sondern der Pflegebedürftige für diese Zeit in eine stationäre Pflegeeinrichtung verbracht wird. Dies kann auch nach einem Krankenhausaufenthalt der Fall sein.

Neben der Kurzeit- oder Verhinderungspflege kann es sein, dass Sie auch wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, sprich Umbau z.B. des Badezimmers, Türverbreiterungen für den Rollstuhl etc. durchführen müssen. Auch hier erhalten Sie seitens Ihre Pflegekasse Unterstützung. Fragen Sie auch hier, ob und was Ihnen zusteht.

Viele Kassen übernehmen auch Kurse für pflegende Angehörige. Ob nun die Grundlagen der Pflege oder auch ein Kurs zum Umgang mit dementen Angehörigen. Diese werden teilweise auch in der häuslichen Umgebung angeboten, sodass Sie vor Ort angeleitet werden können.

Noch ein Tipp: Vielleicht überschreiten Sie mit Ihren geleisteten Zuzahlungen für z.B. Medikamente, Hilfsmittel etc. bereits die sogenannte Belastungsgrenze? Dies könnte bedeuten, dass Sie einen Antrag auf Zuzahlungsbefreiung stellen können. Näheres hierzu auch bei Ihrer gesetzlichen Krankenkasse.

Was kann ich für mich tun?

Als pflegender Angehöriger sollten Sie nicht immer hinten anstehen. Achten Sie auf sich selbst, nutzen Sie die vielfältigen Angebote zur Entlastung ob Tagespflege oder die Unterstützung der Körperhygiene durch zum Beispiel einen Pflegedienst. Die vorhin schon erwähnte Verhinderungspflege steht Ihnen jährlich zu, jedes Jahr auf´s neue. Stellen Sie rechtzeitig einen Antrag, auch um sich Freiräume und Entlastung zu schaffen.

Fahren Sie nach Möglichkeit in Urlaub oder zumindest mal an den Strand oder in den Wald - vergessen Sie sich nicht! Auch Ihrem betroffenen Angehörigen sind Sie nicht von Nutzen, wenn Sie sich bis zur Selbstaufgabe verschwenden, denn auch Sie sind nur begrenzt belastbar. Es ist nicht einfach, einen geliebten Angehörigen in andere Hände zu geben, doch am Ende für alle beteiligten entspannter.

 

Alle Angaben sind Erfahrungswerte und ohne Gewähr!

Darauf haben Sie Anspruch:
 

  • Pflegegeld oder Pflegesachleistungen
  • Kombinationsleistungen (je nach Pflegestufe)
  • Tagespflegeleistungen
  • Betreuungsgeld (Demenz)
  • Pflegeverbrauchsmaterial (Anlage 4)
  • Verhinderungspflege
  • Kurzzeitpflege
  • Pfegehilfsmittel
  • Pflegekurse
  • Umbauzuschuss

Ihre Ansprüch bei zusätzlichen Betreuungsleistungen:

  • Den Betreuungsbetrag erhalten Versicherte mit eingeschränkter Alltagskomtepenz (psychisch oder dementiell erkrankte Menschen oder gehandicapte (Behinderte) Menschen
  • Je nach Betreuungsbedarf wird ein Grundbetrag oder ein erhöhter Betrag gewährt

 


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