Der VNR Verlag für die deutsche Wirtschaft nimmt sich heute dem Thema Seniorendörfer an. Ein Thema, das in Deutschland noch in den Kinderschuhen steckt – in den USA bereits seit längerem schon Realität ist.
Fakt ist, dass wir Deutschen immer älter werden und die Zahl der Älteren stetig steigen wird. Dies wurde bereits in zahlreichen Artikeln in Presse. Funk und Fernsehen herausgestellt.
Die Versorgung zu Hause, vor allem auch in ländlichen Gegenden, ist durchaus gewünscht. Nicht immer kann diese jedoch garantiert werden. So machen sich verschiedene Initiativen bereits seit Jahren Gedanken, wie die älteren unter uns, leben können und wollen. Vom Bundesministerium bis hin zu Privatinitiativen gibt es bereits einige gute Ansätze, wie der Lebensraum im Alter aussehen kann und soll.
Die stetige Angst, den Kindern und Enkeln zur Last zu fallen begleitet die Senioren auf Schritt und Tritt. Die “Versprengung” der Familien, also Kind wohnt weit weg, schürt diese Ängste sicherlich zusätzlich. Hinzu kommt, dass viele garkeine Verwandten haben, weder vor Ort noch irgendwo anders. Viele Themen beschäftigen dann die Senioren – vom Umzug in eine Pflegeeinrichtung bishin zur Haushaltsauflösung. Man muss selbst entscheiden, was nicht immer leicht fällt.
Jeder möchte so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden verbringen und seinen “Lebensabend” selbst bestimmen. Manches Mal ist es jedoch nicht mehr möglich, sich beispielsweise alleine um das große Haus mit Garten zu kümmern oder gar die Etagenwohnung entsprechend zu erreichen.
Seniorendörfer
Eine potientielle neue Wohnung soll dann jedoch dem Alter gerecht werden und muss entsprechend barrierefrei sein. Von der ebenerdigen Duschtasse bishin zur breiteren Türe für die Durchfahrt mit dem Rollstuhl – nicht zu vergessen die absenkbaren Küchenschränke. Pflegekräfte müssen heute schon auch für die Hilfe im Haushalt einstehen, oft rund um die Uhr erreichbar und greifbar sein. Solche und ähnliche Angebote gibt es ja bereits. Ebenso wie komplette Wohnungen in Pflegeeinrichtungen.
Nicht selten handelt es sich hier um Appartments die nicht alle zwingend im Erdgeschoss liegen – also ist die Erreichbarkeit nicht immer gegeben. Vielen fehlen zusätzliche Angebote wie das anlegen eines Kräutergartens, die Nutzung des Wohnmobils oder gar das halten eines Haustieres. Dinge die einer “Vergreisung” positiv entgegen stehen.
Seniorendörfer – exotisch
Wie bereits erwähnt, liegt die Lösung in den bereits bestehenden Formen in den USA – Seniorendörfer. Diese sind meist komplette Dörfer, in denen man Ärtze, Restaurants, Banken und Supermärkte findet.
Hier in Deutschland gibt es einziges, derartiges Projekt. Die Wohnanlage mit 36 Bungalows und allen Annehmlichkeiten des täglichen Lebens in Meppen, hat zur Eröffnung ein großes Medieninteresse geweckt.
Die Interessenten sind jedoch nicht so leicht zufrieden zu stellen. Hier muss schon ein wenig mehr geboten werden, als das bisherige Angebot hergibt. Soziale Kompetenz und soziales Engagement wird höher angesiedelt als wirtschaftliche Möglichkeiten.
Qualitätskriterien fehlen
Erfahrungen und Kriterien zum erfolgreichen Betrieb eines solchen Dorfes liegen noch nicht vor. Dafür scheint die Umsetzung dieser Idee auch noch zu neu. Dennoch gibt es gerade von Seiten der Behörden eine Vielzahl Einwände. Messbare Werte wie zum Beispiel die der Lebensqualität gibt es nicht.
Seniorendörfer spalten, laut einiger Politiker, die Bevölkerung nicht nur in Alt und Jung, sondern auch in Arm und Reich. Wird sich nicht Jeder das Leben in einem solchen Dorf leisten können.
Quelle: VNR.de
Tags: Demographie, Leben im Alter, Pflegeeinrichtungen, Seniorendorf
















Immer wieder nett hier zu lesen